Bienen auf Honigwabe bei der Honigproduktion in der Imkerei
Kategorien: Honig Wiki|Veröffentlicht am: 7. März 2023|

Hast du dich schon mal gefragt, wie aus Blütennektar das goldene, süße Wunder wird, das wir Honig nennen? Die Antwort ist faszinierender, als du vielleicht denkst. Honig ist nämlich nicht einfach nur "Bienenspeichel" oder "gesammelter Nektar" – vielmehr ist er das Ergebnis eines hochkomplexen, perfekt orchestrierten Prozesses, an dem Hunderte Bienen beteiligt sind. In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, wie Bienen Honig herstellen, welche faszinierenden Abläufe in einem Bienenstock stattfinden und wie lange es dauert, bis ein Glas Honig gefüllt ist.

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Was ist Honig eigentlich?

Bevor wir in den Entstehungsprozess eintauchen, sollten wir zunächst klären: Was ist Honig überhaupt?

Honig ist laut deutscher Honigverordnung:

„der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.“

Klingt kompliziert? Ist es auch! Deshalb lass uns das Schritt für Schritt aufdröseln.

Die Grundzutaten:

  • Nektar (süßer Pflanzensaft aus Blüten) ODER
  • Honigtau (süße Ausscheidungen von Blattläusen)
  • Enzyme (von den Bienen produziert)
  • Zeit (für Wasserentzug und Reifung)
  • Bienenarbeit (viel davon!)

Das Endergebnis: Ein haltbares, süßes Lebensmittel mit über 200 verschiedenen Inhaltsstoffen. Was genau in Honig steckt und welche Inhaltsstoffe ihn so wertvoll machen, erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag.

Nahaufnahme Honigbiene sammelt Nektar aus rosa Blüte für Honigproduktion

Erster Schritt: Die Sammelbienen fliegen aus

Alles beginnt mit den sogenannten Sammelbienen oder Flugbienen – das sind Arbeiterbienen, die alt genug sind (etwa 3 Wochen), um den Stock zu verlassen. Eine einzelne Sammelbiene fliegt dabei bis zu 10 Kilometer weit auf der Suche nach Nektar.
So funktioniert das Sammeln:

  1. Zunächst landet die Biene auf einer Blüte
  2. Anschließend steckt sie ihren Rüssel tief in die Blüte hinein
  3. Mit ihrer Zunge (Glossa) saugt sie dann den Nektar auf
  4. Dabei wandert der Nektar in die Honigblase (ein spezieller Magen)
  5. Diese Honigblase kann bis zu 40 mg Nektar fassen
  6. Allerdings muss die Biene dafür 100-1500 Blüten besuchen!

Wichtig: Die Honigblase ist NICHT der normale Verdauungsmagen! Sie dient ausschließlich dem Transport. Eine Art „Nektar-Tankwagen“ der Biene.

💡 Faszinierende Zahl: Für 1 kg Honig müssen Bienen etwa 3-5 Millionen Blüten besuchen. Das entspricht etwa 40.000-60.000 Sammelflügen! Mehr über die beeindruckende Arbeit, die in einem Glas Honig steckt, erfährst du in unserem Beitrag.

Wie lange dauert ein Sammelflug?

  • Bei gutem Wetter und naher Tracht: 15-30 Minuten
  • Bei entfernten Blütenfeldern: bis zu 60 Minuten
  • Pro Tag schafft eine Sammelbiene 10-20 Flüge

Ein Flug bedeutet dabei: Einmal ausfliegen, Nektar sammeln (100-1500 Blüten), zurückkehren und den Nektar abgeben. Dann startet der nächste Flug.

Honigbiene fliegt über bunte Blumenwiese auf Nektarsuche für Honigproduktion

Zweiter Schritt: Die Übergabe im Stock – Trophallaxis

Zurück im Stock passiert nun etwas Faszinierendes: Die Sammelbiene gibt ihren gesammelten Nektar NICHT direkt in eine Wabe ab. Stattdessen findet die Trophallaxis statt – die Mund-zu-Mund-Übergabe an jüngere Stockbienen.

So läuft die Übergabe ab:

  1. Zunächst kehrt die Sammelbiene zurück und sucht eine Stockbiene (jüngere Arbeiterin)
  2. Beide Bienen berühren sich daraufhin mit den Fühlern (Kommunikation)
  3. Anschließend würgt die Sammelbiene einen Tropfen Nektar aus ihrer Honigblase hoch
  4. Die Stockbiene nimmt dann den Tropfen mit ihrer Zunge auf
  5. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Honigblase leer ist

Warum diese Übergabe? Während der Übergabe passiert bereits der erste wichtige Schritt der Honigverarbeitung: Die Stockbiene mischt den Nektar mit Enzymen aus ihren Speicheldrüsen.

Die wichtigsten Enzyme:

  • Invertase: Spaltet Saccharose in Glucose und Fructose
  • Glucose-Oxidase: Produziert Wasserstoffperoxid (macht Honig haltbar)
  • Diastase: Spaltet komplexe Zucker in einfache

Diese Enzyme sind es, die Honig zu einem besonderen Lebensmittel machen – sie fehlen in normalem Zucker komplett.

Zwei Bienen bei der Nektarübergabe von Mund zu Mund im Stock

Dritter Schritt: Die Verarbeitung – Enzyme und Umwandlung

Jetzt beginnt die eigentliche „Magie“ der Honigproduktion. Dabei verarbeiten die Stockbienen den enzymangereicherten Nektar weiter:

Der Verarbeitungsprozess:

  1. Mehrfaches Aufnehmen und Wieder-Abgeben
    • Zunächst saugt die Stockbiene den Nektar auf und gibt ihn wieder ab
    • Dies geschieht tatsächlich 100-200 Mal!
    • Bei jedem Durchgang werden außerdem mehr Enzyme hinzugefügt
    • Gleichzeitig beginnen die Enzyme, komplexe Zucker aufzuspalten
  2. Chemische Umwandlung
    • Dabei wird Saccharose in Glucose und Fructose gespalten
    • Gleichzeitig sinkt der pH-Wert (wird saurer → konservierend)
    • Zusätzlich entsteht Wasserstoffperoxid (antibakteriell)
    • Außerdem entwickeln sich Aromastoffe
  3. Erste Einlagerung
    • Schließlich wird der nun teilweise verarbeitete Nektar in Wabenzellen gefüllt
    • Jedoch noch nicht verschlossen!
    • Denn der Nektar enthält noch 50-70% Wasser (viel zu viel!)

Zeitaufwand: Dieser Verarbeitungsschritt dauert mehrere Stunden bis zu einem Tag.

Vierter Schritt: Der Wasserentzug – Fächeln und Verdunsten

Jetzt kommt einer der beeindruckendsten Vorgänge: Die Bienen müssen den Wassergehalt von ca. 70% auf unter 20% reduzieren. Nur so wird der Honig haltbar und verdirbt nicht.

So funktioniert der Wasserentzug:

  1. Verteilung auf viele Zellen
    • Zunächst füllen die Bienen nur kleine Mengen in jede Zelle
    • Dadurch entsteht eine große Oberfläche = schnellere Verdunstung
    • Später wird dann der eingedickte Honig in weniger Zellen konzentriert
  2. Aktives Fächeln
    • Währenddessen stehen Hunderte Bienen am Flugloch und fächeln
    • Mit ihren Flügeln erzeugen sie dabei einen Luftstrom
    • So wird frische Luft in den Stock gesogen
    • Gleichzeitig wird feuchte Luft nach draußen befördert
    • Bemerkenswerterweise fächeln die Bienen Tag und Nacht!
  3. Temperaturkontrolle
    • Im Stock herrschen außerdem konstant 35°C
    • Diese Wärme beschleunigt die Verdunstung
    • Dafür heizen die Bienen den Stock aktiv durch Muskelzittern

💡 Beeindruckende Leistung: Ein Bienenvolk kann pro Tag bis zu 5 Liter Wasser aus dem Nektar entfernen! Das entspricht etwa 2,5 kg Honig.

Wie lange dauert das? Je nach Wetter und Luftfeuchtigkeit: 3-7 Tage

Bei schlechtem Wetter (hohe Luftfeuchtigkeit) dauert es dabei länger. Bei trockenem, warmem Wetter hingegen geht es schneller.

Arbeiterbienen fächeln mit Flügeln am Flugloch für Honigtrocknung

Fünfter Schritte: Die Verdeckelung – Der Honig ist reif

Wenn der Honig den richtigen Wassergehalt erreicht hat (unter 18-20%), beginnt schließlich die finale Phase: die Verdeckelung.

So erkennen Bienen, dass der Honig reif ist: Die Bienen „testen“ den Honig, indem sie ihn aufnehmen. An der Viskosität (Zähflüssigkeit) und vermutlich auch am Geschmack erkennen sie dabei, ob der Wassergehalt niedrig genug ist.

Der Verdeckelungsprozess:

  1. Zunächst produzieren die Bienen frisches Bienenwachs aus speziellen Drüsen am Hinterleib
  2. Anschließend verschließen sie mit dem Wachs die Honigzelle mit einem Deckel
  3. Dieser Wachsdeckel ist außerdem leicht gewölbt und luftdurchlässig
  4. Unter diesem Deckel reift der Honig dann noch nach

Warum wird verdeckelt?

  • Schutz vor Feuchtigkeit aus der Luft
  • Verhindert Gärung
  • Zeigt an: „Dieser Honig ist fertig und haltbar“
  • Für Imker das Signal: „Bereit zur Ernte“

Ein voll verdeckelter Rahmen signalisiert dem Imker somit: Dieser Honig ist perfekt gereift und kann geerntet werden.

Vollständig verdeckelte Honigwabe zeigt reifen erntefertigen Honig

Sechster Schritt: Die Ernte durch den Imker

Jetzt kommt schließlich der Imker ins Spiel. Die Bienen haben ihre Arbeit getan – nun wird der Honig geerntet.

Wie läuft die Honigernte ab?

  1. Entnahme der Waben
    • Zunächst öffnet der Imker den Bienenstock
    • Waben mit verdeckelten Honigzellen werden dann entnommen
    • Dabei werden die Bienen vorsichtig abgekehrt
  2. Entdeckeln
    • Anschließend werden die Wachsdeckel mit einer Entdeckelungsgabel oder einem beheizten Messer entfernt
    • Das Entdeckelungswachs wird dabei gesammelt (für Kerzen!)
  3. Schleudern
    • Danach werden die Waben in eine Honigschleuder gestellt
    • Durch Zentrifugalkraft fließt der Honig aus den Zellen
    • Dabei bleiben die Waben intakt und können wieder verwendet werden
  4. Sieben und Klären
    • Anschließend wird der Honig durch ein Sieb gefiltert
    • Wachsreste und Luftbläschen steigen dabei auf
    • Nach 1-2 Tagen ist der Honig klar
  5. Rühren (optional)
    • Für cremigen Honig wird er während der Kristallisation täglich gerührt
    • So entstehen feine statt grobe Kristalle
  6. Abfüllen
    • Schließlich wird der fertige Honig in Gläser abgefüllt
    • Etikettiert und – endlich! – fertig für dich

Den kompletten Prozess vom Bienenstock bis ins Glas beschreiben wir Schritt für Schritt in unserem ausführlichen Beitrag mit Bildern aus unserer eigenen Imkerei.

Frisch geschleuderter goldener Honig fließt aus Schleuder

Nektar vs. Honigtau – Zwei Arten von Honig

Bisher haben wir über Blütennektar gesprochen. Allerdings gibt es noch eine zweite Quelle für Honig: Honigtau.

Blütenhonig (Nektarhonig)

Quelle: Nektar aus Blüten Beispiele: Rapshonig, Lindenhonig, Obstblütenhonig, unser Frühlingsblütenhonig Farbe: Hell bis goldgelb Geschmack: Blumig, mild bis kräftig Kristallisation: Meist schnell

Honigtauhonig (Waldhonig)

Quelle: Honigtau (süße Ausscheidungen von Blattläusen, die an Bäumen saugen) Beispiele: Tannen-, Fichten-, Waldhonig Farbe: Dunkel, fast schwarz Geschmack: Kräftig, würzig, malzig Kristallisation: Sehr langsam oder gar nicht

Wie entsteht Honigtau?

  1. Zunächst saugen Blattläuse zuckerreichen Pflanzensaft
  2. Sie können jedoch nicht allen Zucker verwerten
  3. Deshalb scheiden sie den Überschuss als süßen Tropfen aus
  4. Dieser Honigtau landet anschließend auf Blättern und Nadeln
  5. Bienen sammeln ihn dann wie Nektar

Ist Honigtauhonig schlechter? Nein, nur anders! Er enthält sogar mehr Mineralstoffe und Enzyme als Blütenhonig. Viele Menschen schätzen außerdem den kräftigen Geschmack von Waldhonig sehr.

In unserer Stadtimkerei in Gera produzieren unsere Bienen je nach Standort sowohl Blütenhonig aus den Gartenanlagen als auch Waldhonig aus dem naturnahen Umfeld des Tierparks.

Wie lange dauert die Honigproduktion?

Eine der häufigsten Fragen: Wie lange brauchen Bienen für ein Glas Honig?

Die Antwort ist komplex:
Vom Nektar zum reifen Honig im Stock:

  • Sammeln: 15-60 Minuten pro Flug
  • Übergabe und erste Verarbeitung: 1-3 Stunden
  • Enzymatische Umwandlung: 12-24 Stunden
  • Wasserentzug durch Fächeln: 3-7 Tage
  • Verdeckelung: 1-2 Tage
  • Gesamt: 4-10 Tage vom Nektar zum reifen Honig

Für ein komplettes 500g-Glas:

  • Etwa 20.000 Sammelflüge nötig
  • 2-3 Millionen Blütenbesuche
  • Flugstrecke: Etwa 120.000 km (3x um die Erde!)
  • Beteiligte Bienen: Mehrere Tausend
  • Arbeitszeit: Mehrere Wochen bis Monate (je nach Saison)

Ein Bienenvolk produziert dabei in einem guten Jahr etwa 20-30 kg Honig. Davon erntet der Imker etwa 15-25 kg – der Rest bleibt als Wintervorrat im Stock.

💡 Respekt! Wenn du das nächste Mal ein Glas Honig öffnest, denk daran: Darin steckt die Lebensarbeit von Hunderten Bienen, die unermüdlich Blüten besucht, Nektar verarbeitet und Waben gefächelt haben.

Die Rolle der verschiedenen Bienen

In einem Bienenvolk herrscht perfekte Arbeitsteilung. Dabei hat jede Biene ihre Aufgabe – je nach Alter:

Tage 1-3 (Putzbiene):

  • Reinigt leere Wabenzellen
  • Poliert sie außerdem für die nächste Brut

Tage 4-12 (Ammenbiene):

  • Füttert die Larven mit Futtersaft
  • Pflegt gleichzeitig die Brut

Tage 13-18 (Baubiene):

  • Produziert Wachs
  • Baut dabei neue Waben
  • Repariert außerdem beschädigte Waben

Tage 13-21 (Stockbiene):

  • Nimmt Nektar von Sammlerinnen entgegen
  • Verarbeitet anschließend Nektar zu Honig
  • Fächelt zusätzlich zur Temperaturregulation

Ab Tag 21 (Sammelbiene):

  • Fliegt aus zum Nektar sammeln
  • Bringt außerdem Pollen
  • Sammelt zusätzlich Wasser

Die Königin:

  • Legt bis zu 2000 Eier pro Tag
  • Lebt dabei 3-5 Jahre (Arbeiterinnen nur 6 Wochen im Sommer!)
  • Ist die Mutter aller Bienen im Stock

Dieses ausgefeilte System ermöglicht folglich die effiziente Honigproduktion. Jede Biene durchläuft dabei alle Stationen – vom Putzen bis zum Sammeln.

Verschiedene Arbeiterbienen bei unterschiedlichen Aufgaben im Bienenstock

FAQ: Häufige Fragen zur Honigentstehung

Wie viele Blüten muss eine Biene für 1 kg Honig besuchen? Etwa 3-5 Millionen Blüten! Eine einzelne Biene müsste dafür 100-150 Blüten für eine Ladung besuchen und etwa 20.000-40.000 Flüge machen. Deshalb arbeiten immer Tausende Bienen zusammen an der Honigproduktion.

Können Bienen auch ohne Blüten Honig machen? Ja, aus Honigtau! Dieser entsteht durch Blattläuse, die Baumsäfte ausscheiden. Daraus produzieren Bienen Waldhonig, der besonders mineralstoffreich und würzig ist.

Warum kristallisiert Honig? Das ist ein völlig natürlicher Prozess! Honig enthält mehr Glucose, als sich dauerhaft in Lösung halten kann. Die Glucose bildet deshalb Kristalle. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Warum kristallisiert Honig?

Produzieren Bienen Honig für uns Menschen? Nein, Bienen produzieren Honig als Wintervorrat für sich selbst! Sie sammeln im Sommer, wenn Blüten reichlich vorhanden sind, um im Winter (wenn keine Blüten blühen) davon zu leben. Der Imker entnimmt dabei nur den Überschuss und lässt genug für die Bienen zurück.

Ist in Honig Bienenspeichel? Technisch gesehen ja, aber das klingt unappetitlicher als es ist! Die Bienen geben nämlich Enzyme aus ihren Speicheldrüsen hinzu – diese Enzyme sind es, die Honig so wertvoll und haltbar machen. Ohne diese „Verarbeitung“ wäre es folglich nur Nektar, kein Honig.

Wie viel Honig produziert ein Bienenvolk pro Jahr? Ein durchschnittliches Volk produziert 20-30 kg Honig pro Jahr. Davon erntet der Imker etwa 15-25 kg. Der Rest bleibt hingegen als Wintervorrat im Stock oder wird für die Aufzucht der Brut verwendet.

Können Bienen ohne Imker überleben? Ja, absolut! Wildbienen und verwilderte Honigbienen kommen ohne Imker aus. Sie suchen sich dabei Baumhöhlen oder andere Hohlräume. Der Imker hilft den Bienen allerdings, indem er sie vor Krankheiten schützt, bei der Überwinterung unterstützt und ihnen optimale Bedingungen bietet.

Wie lange dauert es, bis eine Wabe voll ist? Bei guter Tracht (reichem Blütenangebot) kann ein Volk eine Wabe in 3-7 Tagen mit Honig füllen. Bei schlechtem Wetter oder wenig Blüten kann es hingegen Wochen dauern.

Fazit: Ein Wunder der Natur

Die Entstehung von Honig ist zweifellos einer der faszinierendsten Prozesse in der Natur. Was auf den ersten Blick simpel erscheint – Bienen sammeln Nektar und machen Honig daraus – entpuppt sich als hochkomplexe Abfolge perfekt aufeinander abgestimmter Schritte.

Zusammengefasst:

  1. Zunächst fliegen Sammelbienen aus und sammeln Nektar (oder Honigtau)
  2. Im Stock wird der Nektar anschließend von Mund zu Mund weitergegeben
  3. Dabei werden Enzyme hinzugefügt, die den Nektar chemisch umwandeln
  4. Durch Fächeln wird außerdem der Wassergehalt von 70% auf unter 20% reduziert
  5. Der reife Honig wird danach mit Wachsdeckeln verschlossen
  6. Schließlich erntet der Imker den Überschuss, schleudert und füllt ihn ab

Dieser Prozess kann insgesamt 4-10 Tage dauern und erfordert die koordinierte Arbeit Tausender Bienen. Für ein einziges 500g-Glas Honig legen Bienen zusammengerechnet die Strecke von 3x um die Erde zurück!

Wenn du das nächste Mal Honig genießt, weißt du jetzt: In jedem Tropfen steckt pure Natur, harte Arbeit und das uralte Wissen der Bienen. Honig ist folglich nicht einfach nur ein süßes Lebensmittel – er ist ein echtes Wunder der Natur.

In unserer Stadtimkerei in Gera begleiten wir diesen faszinierenden Prozess täglich. Unsere Bienen sammeln dabei an verschiedenen Standorten – von der Gartenanlage bis zum naturnahen Tierpark – und produzieren so vielfältige, charakterstarke Honigsorten.

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Jetzt weißt du, wie viel Arbeit in jedem Glas steckt. Unsere Bienen in Gera sammeln Nektar von regionalen Blüten und verwandeln ihn in naturbelassenen Honig – ohne Zusätze, ohne Tricks. Genieße das pure Naturprodukt.